Retrospektive: Nelly Kaplan

Plaisir d'amour  .  Regie Nelly Kaplan
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 04.11.2006, um 20:00 Uhr
Regie Nelly Kaplan
Drehbuch N. Kaplan, Jean Chapot, nach dem Roman ?Aux Orchid?es sauvages? von Nelly Kaplan
Land Frankreich
Jahr 1991
Dauer 105 Minuten
Format 35mm
Farbe Farbe
Sprache OmeU
Produzent Claude Makovski
Darsteller

Pierre Arditi, Fran?oise Fabian, Dominique Bianco, C?cile Sanz de Alga, Heinz Bennent, Pierre Dux


Kamera Jean Fran?ois Robin
Musik Claude Bolling

Inhalt

1935. W?re Don Juan, der Verf?hrer aus Sevilla, stolz auf diesen Nachkommen, Guillaume Ga?tan Donatien de Burlador? Guillaume etc. selbst ist ?berhaupt nicht stolz. Er spielt sogar mit dem Gedanken, sich umzubringen. Aber die H?lle will ihn nicht, und so r?t man ihm, woanders hinzugehen, d. h. auf eine tropische Insel, wo er an die Stelle der jungen Privatlehrerin treten kann... Die Legende von Don Juan wird in dieser verwirrenden, galligen, fr?hlichen Kom?die in der Karibik durch den Kakao gezogen. Pierre Arditi zeigt sich vollkommen l?cherlich in Unterhosen in einem Gem?lde vom Z?llner Rousseau. ?Hervorragend gedreht, mit kreolischer Lustlosigkeit gef?rbt, brillante Dialoge und Interpretation, mit einer sicheren Hand in Szene gesetzt. 'Plaisir d'amour' ist eine Augenfreude und spricht mit weiblicher Sprache, die, im Freudesgel?chter, den Mythos Don Juan detailgetreu wiedergibt.? (Jacques Siciler, ?Le Monde?, 12.04.91)


 
La fianc?e du pirate (Die Piratenbraut)  .  Regie Nelly Kaplan
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 03.11.2006, um 20:00 Uhr
Regie Nelly Kaplan
Drehbuch N. Kaplan, Claude Makovksi
Land Frankreich
Jahr 1969
Dauer 108 Minuten
Format 35mm
Farbe Farbe
Sprache OmeU
Darsteller

Bernadette Lafont, Georges G?net, Michel Constantin, Jean Par?d?s, Julien Guiomar, Louis Malle (in der Rolle des Jesus)


Kamera Ricardo Aronovitch
Musik Georges Moustaki

Inhalt

Marie, Objekt jeder Begierde, aber auch bezeichneter S?ndenbock, ist ein h?bsches M?dchen, das mit seiner Mutter in armseligen Verh?ltnissen in einer isolierten H?tte lebt. Sie lehnt die M?nner des Dorfes ab. Ihr einziger Freund ist der Besitzer eines Wanderkinos. Der Film ?La Comtesse aux pieds nus de Mankiewicz? hilft ihr, sich zu befreien. Er lehrt ihr, dass sich das Universum nicht nur auf die verlassene Ecke auf dem Land beschr?nkt, sondern dass es da drau?en eine andere Welt gibt. Als ihre Mutter stirbt, get?tet von einem Verkehrsrowdy, setzt sich Marie mit den Standespersonen in Verbindung, die ihr das Geld f?r die Beisetzung verweigern. Die ?ehrlichen Leute? t?ten ihr Lieblingstier. Von da an schw?rt Marie Rache... Als ?Piratenbraut? (in Anlehnung an Brecht), eine freie und amorale Wilde, begleicht sie auf unmenschliche Weise ihre Rechnung mit der feigen, armseligen, pr?den Welt. Vandalistisch. ?Dieses Massaker-Vergn?gen, das auch ein schl?pfriger Schwank h?tte sein k?nnen, ist ? ganz im Gegenteil ? eine Revolte, mit gesunder Moral, wo das Kino das Sich-Bewusstwerden anregt. Eine fr?hliche Kom?die am Rande des Surrealismus.? (C. Bouniq-Mercier, ?Guide des Films?). Preisgekr?nt auf dem Festvial von Venedig 1969.

 


 
Papa, les petits bateaux  .  Regie Nelly Kaplan
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 05.11.2006, um 17:30 Uhr
Regie Nelly Kaplan
Drehbuch N. Kaplan, Claude Makovksi
Land Frankreich
Jahr 1971
Dauer 102 Minuten
Format 35mm
Farbe Farbe
Sprache OmeU
Produzent C. Makovski
Darsteller

Sheila White, Michel Bouquet, Judith Magre, Michel Lonsdale, Andr? Valardy, Pierre Mondy, Sidney Chaplin, Cahterine All?gret, Marcel Dalio


Kamera Ricardo Aronovitch
Musik Andr? Popp

Inhalt

Verdient die extravagante Cookie, mit eigentlichem Namen V?nus de Palma, Million?rstochter und intelligentes kleines Biest denn nichts besseres, als entf?hrt zu werden? Und dann auch noch von absoluten Anf?ngern? Ihr Scharfsinn und ihre Hinterh?ltigkeit sind viel mehr wert, als das gesamte Geld ihres Vaters... Der rebellischen Filmemacherin gelingt es, aus dem intriganten Krimiklassiker ?Bande de rapt?s? von Jean Laborde eine bis ins ?u?erste groteske Kom?die zu schaffen. Eine Parodie der Schwarzen Serie im Kampf gegen die Dummheit, Heuchelei und die Herrschaft der M?nner. Eine extravagante Version der feministischen Revolte. ?Gl?cklicherweise ist es Nelly Kaplan, die daraus einen au?ergew?hnlichen Film macht. In diesem Film gibt es vor allem einen neuen Ton, weder grotesk oder parodistisch, noch possenhaft. Es ist der Ton von Nelly Kaplan.? (?Le Canard Encha?n??, 01.12.71)

 


 
N  .  Regie Nelly Kaplan
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 06.11.2006, um 22:30 Uhr
Regie Nelly Kaplan
Drehbuch N. Kaplan, Jean Chapot, nach Emmanuelle Arsan
Land Frankreich
Jahr 1976
Dauer 107 Minuten
Format DVD
Farbe Farbe
Sprache OmeU
Darsteller

Sami Frey, Ann Zacharias, Micheline Presle, Fran?oise Brion, Heinz Bennent


Kamera Andr?as Winding
Musik Michel Magne

Inhalt

In Coppet lebten Madame de Stael und Benjamin Constant. In Coppet lebte Sybille, ein aufst?ndiger Teenager, die sich gegen ihren sehr kleinb?rgerlichen, zu schweizerischen, zu moralisierenden Vater stellte. Um sich von den sozialen Zw?ngen innerhalb der Familie zu befreien, schreibt die junge Dame einen pikanten Roman. ?N?a? ist wie die erotischen Werke, die sie einem befreundeten Buchh?ndler stielt und nachts verschlingt... Emmanuelle Arsan, deren Novelle Vorlage f?r den Film war, ist eher f?r ihre ?Emmanuelle? bekannt. Nelly Kaplan hat diese woll?stige Eintagsfliege offensichtlich stark abge?ndert: ein Liebesfilm, ein Blick einer Frau auf die Welt der M?nner, ein durch und durch feministisches und liberales Werk.? Kaplan hat etwas Akrobatisches, sie versteht es, mit Humor gesund zu machen, ihr Film ist entspannend. Die Gesten und die Blicke darin dauern lange genug, um ins Gewicht zu fallen; genau das Gegenteil dieses aggressiven und brutalen Kinos, das der Zuschauer ersch?pft und abgehetzt verl?sst.

 


 
Charles et Lucie  .  Regie Nelly Kaplan
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 07.11.2006, um 20:00 Uhr
Regie Nelly Kaplan
Drehbuch N. Kaplan, Jean Chapot, Claude Makovski, nach J. Chapot
Land Frankreich
Jahr 1979
Dauer 95 Minuten
Format 35mm
Farbe Farbe
Sprache OmeU
Darsteller

Daniel Ceccaldi, Ginette Garcin, Belen, Jean-Marie Proslier, Henri Tisot, Feodor Atkine


Kamera Gilbert Sandoz
Musik Pierre Perret

Inhalt

In der einen Ecke des Flohmarktes Saint-Ouen gibt es einen Tr?dler. Er hei?t Charles. In diesem einen Geb?ude gibt es eine Hausmeisterin, eigentlich eher eine Putzfrau. Sie hei?t Lucie. Charles und Lucie streiten sich oft. Sie sind Mann und Frau. Aber der Notargehilfe kommt wie gerufen: Dank einer unterwarteten Erbschaft d?rfen Charles und Lucie wieder bei Null anfangen... Im Hindernislauf des ?lteren Ehepaares, den Nelly Kaplan verfolgt, sind der tr?gerische Schein der Erbschaft und die Illusion eines neuen Lebens die Voraussetzung f?r Ironie und surrealistische Gags. So wie der M?rder im Beichtstuhl oder die Wahrsagerin Nostradama, die von Belen (also Nelly Kaplan selbst) verk?rpert wird. ?Durch die brillante und nuancierte Darbietung der einzigartigen Ginette Garcin, ...und Daniel Ceccaldi, lustig und bewegend, unterstreicht dieses schuldtilgende Werk gegen die Str?mung der Trends und Vorlieben die pers?nliche Entwicklung seiner Autorin. Sie werden hingerissen sein.? (Henry-Jean Servat, ?Midi Libre?, 12.09.79)

 


 
Abel Gance et son Napol?on  .  Regie Nelly Kaplan
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 08.11.2006, um 20:00 Uhr
Regie Nelly Kaplan
Drehbuch Nelly Kaplan
Land Frankreich
Jahr 1983
Dauer 60 Minuten
Format 35mm
Farbe Farbe & Schwarzweiss
Sprache OmeU
Produzent Claude Makovski
Darsteller

Michel Drucker, Abel Gance


Kamera Jean Monsigny
Musik Betty Willemetz, Hubert Rostaing

Inhalt

Dokumentation ?ber die Entstehungsgeschichte und den Dreh des ber?hmten ?Napol?on? von 1927 mit Albert Dieudonn?... Assistent und naher Verwandter Abel Gances. Nelly Kaplan behandelt die Entstehung eines mythischen Films und zeigt unver?ffentlichtes Material: gefilmte Sequenzen w?hrend des Drehs, Fotografien der Arbeiten, Tonaufzeichnungen, Gances Logbuch. Einzigartig. ?Nelly Kaplan mag keine Legenden, gottesf?rchtig oder nicht. Aber sie mag das Leben, die menschliche Wahrheit. Gance und seine Arbeit, Gance und sein Genie, v?llig befreit von Immortellenkr?nzen.? (Jacques Siciier, ?Le Monde?, Mai 84)