Musiklounge

Musiklounge zum Internationalen Filmfestival Frankfurt

im Metropolis - 2. bis 11.11. - 21 Uhr

Erobique (Hamburg) + Dj F (Soul Parlor/Unity Ffm)

Seine Aufgabe als Drittel der edel-geilen Hamburger Tanzpop-Truppe International Pony hat Gewicht. Doch Carsten Meyer gibt seine Solokarriere als Entertainer für lange Partynächte, die er vor vielen Jahren von seinem Geburtsort im Münsterland aus startete, nicht auf. Mit Orgel, Sequencer und Stil groovt und schmachtet Erobique die Tanzfläche in Extase, bis im Morgengrauen alle Feiernden ineinander verliebt sind. Einer der Hähne im Korb: DJ F vom Soul Parlour Team aus dem Unity Club am Plattenteller.

Putrauke (Slowenien) + Dj Spiegel

Der Balkan tanzt weiter. Und die slowenische Band Putrauke sorgt nun auch schon seit mehr als fünf Jahren dafür, dass noch lange nicht Schluss ist. Das Kollektiv ist mindestens zu siebt auf der Bühne, aber gesungen wird hier nicht: Diese Hits aus Serbien, Bosnien und Mazedonien pusten dem Publikum komplett instrumental zwischen die Beine. Traditioneller Folk, Disco und Rock – alles fliegt in einer Irrsinnsperformance aufs Schönste durcheinander. Vermutlich auch die Platten des Musikliebhabers und Journalisten DJ Spiegel, der drumherum auflegt.

Ljiljana Buttler & Mostar Sevdah Reunion

Ljiljana Buttler gehört zweifelsohne zu den besten Sängerinnen Osteuropas. Als zwölfjähriges Mädchen sang sie erstmals in Bars und Cafes. Bereits seit den 80er Jahren gilt sie als die heimliche 'Mother of Gypsy Soul'. Nun kommt sie mit der bosnischen Band Mostar Sevdah Reunion nach Frankfurt. Die Band symbolisiert das musikalische und kulturelle Lebensgefühl Bosnien Herzegowina. Mostar Sevdah Reunion verspricht eine Vermischung von 300jähriger bosnischer Musikkultur und jetztzeitiger Freudenfeier. Der Name Sevdah kommt aus dem Arabischen und heißt übersetzt Liebe, Lust und Ekstase. Ljiljana Buttler & Mostar Sevdah Reunion zusammen auf einer Bühne beschwört tiefsitzende Gefühle und bringt die Seele zum Tanzen.

Ellen Klinghammer + Dj Leroy Brown (New York)

Es kann schon mal passieren, dass Ellen Klinghammer zu Beginn ihres Konzertes dem Publikum erst einmal "einen wunderschönen Abend" wünscht. Und dann sorgt sie auch dafür. Die junge Musikerin aus Frankfurt beweist ein sensibles Gespür für die Feinheiten im Zwischenmenschlichen und vermag das in sinnlichen, englischsprachigen Liedern zu spiegeln. Ihr Klavierspiel holt sich dazu die entsprechenden Ausdrucksmittel aus Pop, Chanson und Jazz. Sehr charmant und sehr betörend, die Anhängerschar wächst täglich. Der New Yorker DJ Leroy Brown legt nach dem Konzert auf.

Hypnotic Brass Ensemble (New York) + Dj Julian Smith

Mr. Kelan Phil Cohran, einst Trompeter beim legendären Sun Ra Arkestra, hat mehr als zwanzig Nachkommen. Die sieben jüngsten Söhne bekamen als kleine Kinder statt Schnuller die Mundstücke von Blasinstrumenten an die Lippen gesetzt. Es hat genutzt. Als Hypnotic Brass Ensemble spielen sie wie die Götter. Sie leben in Queens, und sie treten am liebsten an den schönsten Plätzen ihrer Stadt New York auf. Mit einer unglaublichen Energie für eine Musik, die weder vor Jazz, Funk, Soul noch vor HipHop halt macht. Eine deftige Vorlage für Frankfurts angehenden Popstar Julian Smith, der den Abend und die Nacht als DJ komplett macht.

Klaus Walter (HR 3 - Der Ball ist rund)

Eine der letzten Autoren-Radiosendungen für Popkultur des Hessischen Rundfunk sonnt sich mitten in ihrem zweiten Jahrzehnt: "Der Ball ist rund", von und mit Klaus Walter. Die Basis waren die Indie-Welten der 80er, aber von da aus geht es längst und wirklich weiter in alle musikalischen Himmelsrichtungen. Walter hat sich als Moderator, Autor, Journalist, DJ und Fan mittlerweile in Deutschland einen Ruf erworben, der durchaus ein wenig nach dem des britischen Idol John Peel zu dessen Lebzeiten duftet. Der Titel seines Programms für dieses Abend lautet: "Transkaribische Eisenbahn, Slenteng – Dubstep und zurück".

Huah! + Dj Grrr! + Dj Mark Slovski

16 Jahre nach Erscheinen des Debütalbums der Hamburger Band darf man doch echt mal mit seinem Titel fragen: "Was machen Huah! jetzt?" Immerhin lautet die Antwort: eine Reunion. Das zweite Album von Huah!, "Scheiß Kapitalismus" (1992), erfuhr soeben eine schicke Wiederveröffentlichung, und die Ex-Band um Knarf Rellöm, dem schlauesten Klassenclown der Hamburger Schule, hatte gerade Zeit. Und überhaupt: Diese Mischung aus Punk und Soul, Herz und Blut, Dialektik und Verblendung bleibt sowieso immerfrisch. Dazu legen die gewieften DJ Grrr! & DJ Mark Slovski auf.

Three Normal Beatles + Dj Mark Slovski

Bitte unter "Three Gestandene Mannsbilder" einsortieren. Three Normal Beatles ist eine dieser vielen Hamburger Bands, in denen sich gute Typen aus berühmten und semi-berühmten Bands für einen saftigen, basisdemokratischen Rhythm & Blues aus der anarchistischen Garage zusammentun. Motto: "Wir sind böse, gut gekleidet und laut." Dazu schwitzen alle ehrlichen Häute sich binnen Minuten klitschnass, und Klaus Ramcke (Les Robespierres), Thorsten Seif (Los Vegas) und Ted Gaier (Goldene Zitronen) haben Spaß. Ebenso wie DJ Mark Slovski, der mit seinen Plattenkisten locker einen zweiten Abend meistert.

Le Pop Dj Team

Es wird elegant am letzten Abend dieser prallen Woche. Auch wenn die Klischeegleichung "französisch = elegant" etwas plumb sein mag – die große weite Welt des Neo-Chanson, wie sie das Kölner "Le Pop"-Team seit Jahren erfolgreich hegt und pflegt, speist sich nun mal aus diesem speziellen Esprit der sanft geschwungenen Lieder wie bei Bardot und Birkin, Francoise Hardy und Michel Polnareff, ohne freilich die ruppige Eleganz eines Serge Gainsbourg zu vergessen. Deren kulturelle Kinder sind die Stars des Hier und Jetzt, ob sie nun Dominique A, Vincent Delerm, Camille, Francoiz Breut oder Mickey 3D heißen, ob sie Soul, Reggae oder gar Punk atmen. Heute Nacht wird dazu getanzt, zu der Musik der Alten und der dieser Jungen. Auf dass die Musiklounge sich auch wirklich ganz schick nach "Lounge" anfühlt.

Abschlussveranstaltung des 2. Internationalen Filmfestivals Frankfurt

Feiern Sie mit uns den Abschluss des Filmfestivals mit der Deutschlandpremiere von Tony Gatlifs Film Transsylvania:

Zusammen mit ihrer besten Freundin Marie begibt sich Zingarina auf eine Reise ins Herzen Rumäniens, um den Mann wieder zu finden, den sie liebt. In diesem für sie fremden Land lernt sie den Einzelgänger Tchangalo kennen, der so ist wie sie: ohne Grenzen, ohne Bindung.

Im Anschluss an Gatlifs Film über Liebe, Angst und Leidenschaft haben wir gemeinsam mit ihm und dem Orchestra Nadara teil an dem Geheimnis und der Kunst des transsylvanischen Lebensgefühls. Neben dem 8köpfigen Orchester werden sie uns auch zwei mit Tänzern begeistern. Das Orchester Nadara steht für ein neues und innovatives Verständnis der Folkloremusik Rumäniens.