Retrospektive: Lech Kowalski

Born To Lose (The Last Rock and Roll Movie)  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 08.11.2006, um 22:30 Uhr 11.11.2006, um 22:30 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land USA
Jahr 1999
Dauer 104 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Lech Kowalski, Bette Wanderman
Kamera "Marc Brady, Eric Bulder, Lech Kowalski, George de Genevraye, Philippe Larue, Raffi Ferucci, Randy Jones"
Ton Roy McDonald
Schnitt "Lech Kowalski, Aleksander Nedelijkovic, Lannie Lorence"
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"



Inhalt

"?Born to lose? zeigt die Umst?nde in Johnny Thunders Leben und Tod und die Verbindung dazwischen. Es handelt sich um die klassische Geschichte des K?nstlers, der bewusst den von der Gesellschaft akzeptierten Werten trotzt. Der seinem Publikum eine Vision vermitteln will, die die blinde Konformit?t ?berschreitet. Der letztendlich darin vernichtet wird. Ausz?ge aus mehr als f?nfhundert Stunden Footage ?ber die bizarren und farbenfrohen Charaktere machen diesen Film zu einer einzigartigen Chronik einer Zeit, als der New Yorker Underground nicht nur ein Modebekenntnis oder ein kommerzieller Verkaufskn?ller, sondern eine pulsierende Explosion rebellischer Energie war, die zwischen komischer Absurdit?t und barer Tragik schwankte. Es ist paradox, dass die anarchische Sensibilit?t von K?nstlern wie Johnny Thunders heutzutage als MTV-Ware verkauft wird, ohne dabei auch nur den geringsten Funken an der Energie zu vermitteln, die sie erzeugten. Der letzte Rock 'n' Roll Film f?ngt den besonderen Optimismus einer Zeit ein, als die M?glichkeiten unbegrenzt schienen und Kreativit?t die Antwort war. Weiterhin untersucht der Film das schmerzhafte Ende dieser Ilusion. Das Zeugnis von Menschen, die in dieser Zeit lebten, ist kein blo?er wichtiger sozialer Beweis, sondern ein sehr ansprechender Blick auf die Seele der Rebellion, die in uns allen vorborgen liegt.

 

 

Johnny Thunders wurde 1952 in eine Arbeitergegend in Bayside, Queens, New York, geboren. Da er vom Garten aus auf das Empire State Building blicken konnte, f?hlte er sich von Manhatten angezogen wie die Motte zum Licht. Es war aber die die Wall Street oder Midtown, sondern die Lower East Side, die ihn faszinierte. Das Fillmore East zog ihn an wie ein Magnet. Johnny geh?rte dort zum festen Inventar, dealte mit Marihuana und groovte zu Jimi Hendrix und Janis Joplin.

 

Angeregt durch Iggy Pop, Keith Richards und den MC 5 lernte Johnny Gitarrespielen. Ein zuf?lliges Zusammentreffen mit David Johanson legte den Grundstein f?r die New York Dolls. Sie eroberten New York ?ber Nacht und wurden innerhalb eines Jahres zu internationalen Ber?hmtheiten. Augrund ihres aufdringlichen Stils, den man nicht in eine Schublade stecken konnte, und ihre ?Fuck you?-Haltung k?rte das Creem Magazine sie als Beste Gruppe 1973 ? und als schlechteste!"

 


 
Breakdance Test  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 06.11.2006, um 22:30 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land USA
Jahr 1984
Dauer 6 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Kamera Raffi Ferrucci, Lech Kowalski
Ton Loch Duncan
Schnitt Lech Kowalski
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"



Inhalt

Eine Gruppe von Teenagern und Kids stellt in einem Studio eine virtuose Breakdance-Performace zur Schau. Ein Kurzfilm, der zun?chst als Test f?r einen Spielfilm ?ber Breakdance galt; ein Projekt, das Kowalksi dann selbst aufgab.

 


Kommentar des Regisseurs

"Breakdance Test ist wahrscheinlich einer der ersten Filme, der sich diesem Ph?nomen annahm. Anfang der 80er wurde in New York Diskomusik, Punk Rock, Jazz und Rap bekannt. Ich wollte einen Film ?ber diese musikalischen Bewegungen machen, die zu dieser Zeit ihren Aufschwung erlebten. Ich traf mich mit mehreren jungen Leuten, stellte zwei 16mm-Kameras ins Studio und versuchte, die neuen K?rperbewegungen dieser Kids einzufangen. Ich wollte sehen, ob ich daraus etwas machen konnte, also sah ich den Film als einen Test an, einen ?Breakdance Test?. Rap und Breakdance waren beide Teil der Stra?enkultur, hatten aber nichts mit meiner Kultur gemein. Diese Bewegung war zu neu f?r mich, und ich empfand sie irgendwie als Bel?stigung. Dieser Film ist die Frucht meiner Vernarrtheit in die Popkultur, aber eigentlich ist diese ja nicht meine Kultur. Ich wollte einen Film ?ber etwas machen, das mich interessierte, aber das ich im Grunde gar nicht mochte.?

 


Biographie

 


 
Camera Gun  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 09.11.2006, um 20:00 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land Frankreich
Jahr 2003
Dauer 29 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Odile Allard
Produktion Extinkt Films
Kamera Mark Brady
Ton "Paul Scemama, Studio Belleville"
Schnitt Lech Kowalski
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"



Inhalt

Camera Gun, ein dunkles Portr?t ?ber Aukai Collins, einem Wei?en aus San Diego, dessen Konvertierung zum Islam im Gef?ngnis zu einer Ausbildung f?r den Heiligen Krieg mit den Taliban und einem Kampf in Tschetschenien f?hrte, und eine unwillkommene R?ckkehr in die Ghetto-Realit?t zu Hause. Ein schockierender und aktueller Blick in die Matrix der Gewalt, Rebellion und Entfremdung in Amerika.

 


Kommentar des Regisseurs

"Ich versuche, so nah wie m?glich das Gef?hl meiner ersten Begegnung mit den Personen oder Gegenst?nden zu filmen.

 

Was ist CAMERA GUN? Es ist ein Beispiel daf?r, wie ich die ?McDonald's Generation? anvisiere und beschie?e. Es ist ein Anvisieren und Beschie?en zu einem Moment dieser Zeit. Es zeigt, wie ich abdr?cke und 1) ein paar Leute, 2) ein paar Erfahrungen, 3) einen wirtschaftlichen Zusammenhang, 4) eine soziale Schicht, 5) Verzweigungen eines politischen Geschehens und 6) etwas ?sthetisches zur Strecke bringe. Es zeigt, wie ich diese Elemente arrangiere, mich selbst in diese Arrangement stelle und wie ich eine Geschichte schaffe, wo es zuvor keine gab.

 

Es ist nicht wichtig, wonach ich suche. Das, was ich entdecke, ist von Bedeutung. Dies ist meine Offenbahrung. Doch hierin liegt auch der Kern des Problems, mit dem zeitgen?ssische Filmemacher konfrontiert werden. Sie suchen nach einer Erkl?rung, die es schon gibt, bevor sie die Kamera in die Hand nehmen. Und das f?hrt zu Missverst?ndnissen. Wie kann man eine Offenbahrung erkl?ren, bevor es sie gibt? Man kann alles andere erkl?ren ? den Prozess, die eigenen Ideen und Intentionen ? aber was man entdeckt, ist auch nur das, was man erwartet hat. Wie langweilig. Inkonsequent. Eine Zeitverschwendung. Nicht herausfordernd. Unkreativ. Unwissenschaftlich. Un-newtonsch. Un-darwinistisch. Keine Offenbahrung. Ich habe CAMERA GUN (und FULL HOUSE IN MALALAI) gedreht, weil ich die Kamera in die Hand nehmen und drehen wollte. Erst dann wollte ich nach einer Finanzierungsm?glichkeit suchen. Denn es l?uft ja immer wieder auf das liebe Geld hinaus. Aber das sollte nie im Weg stehen, wenn..."


 
Chico and the People  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 10.11.2006, um 22:30 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land USA
Jahr 1991
Dauer 20 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Lech Kowalski, Bette Wanderman
Kamera Lech Kowalski, Kevin Keating, Bette Wanderman
Ton Phil Pearl
Schnitt Lech Kowalski, Mark Pines
Musik Chico Freeman
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"



Inhalt

Chico and the People ist ein Videofilm ?ber die Aufnahme des Soundtracks zum Film Rock Soup. Lech Kowalski bat Chico Freeman, einen Soundtrack f?r seinen Film ?ber die Obdachlosen in New York zusammenzustellen. Ziel war es, einen Sound zu schaffen, der sich nicht nur wie ein Partitur anh?ren sollte. Er bat Chico Freeman und drei Musiker, zusammen mit einigen Obdachlosen ein St?ck liveaufzunehmen. Die Musik wurde an einem kalten Januarnachmittag im Tompkins Square Park an der Lower East Side in New York aufgenommen. Dieser Park war der Dreh- und Angelpunkt f?r hunderte von Obdachlosen auf den Stra?en von New York. Ein paar Tage nach der Aufnahme wurde der Park f?r mehrere Monate geschlossen und f?r einen besseren Zugang f?r die Polizei neugestaltet. Dieser Film ist eine Aufnahme der Musikaufnahme und zeigt einen Teil New Yorks, den es nicht mehr gibt.

 


 
Diary of a Married Man  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 09.11.2006, um 20:00 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land Frankreich/USA
Jahr 2005
Dauer 22 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Odile Allard
Produktion Extinkt Films
Kamera Lech Kowalski, Mark Brady
Ton Ramses
Schnitt Lech Kowalski
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"



Inhalt

"Puritaner gehen einen Schritt weiter. Sex und Einsamkeit im Leben eines verheiraten Mannes ? der aktuellste Borderline-Kurzfilm von Lech Kowalski.

 

Wie gewohnt kommt Kowalski direkt auf den Punkt. Ein Moment der Realit?t in drei Akten, nicht nur eine blo?e Provokation, ganz im Gegenteil. Unbedacht schl?gt einem DIARY OF A MARRIED MAN Tabuthemen ins Gesicht ? mit der Intention, zu schockieren. Aber hinter diesem vors?tzlichen Wunsch, an akzepierten Verhaltensstandards zu r?tteln, bildet sich eine andere Realit?t: Die Realit?t Amerikas, wo das Individuum von Einsamkeit, Langeweile und Arbeit ?berw?ltigt wird. Wo Vergn?gen nichts anders als eine Wunschvorstellung ist. Die letzte Szene bewegt sich zwischen Komik und Verzweiflung. Borderline, sicherlich, aber sehr erfrischend.

 

Fernseherk?ufer werden an diesem Film kein Interesse haben...

 

... Trotzdem ist es immer schwieriger geworden, die Kamera auf die Szene zu richten und zu drehen. Die Objekte werden so schnell und mutwillig ausgel?scht wie die Tiere in den Dschungeln dieser Welt. Bald wird es nur noch seltsame Kreaturen auf dem Planeten geben. Eine Art von Mann und Frau ? ohne Seele und R?tselhaftigkeit au?er dem Rudiment einer seltsamen Erinnerung namens ?exotische Vergangenheit?. Ihre Existenz wird so banal wie die der beiden Hauptdarsteller in diesem Film sein. Was zuvor sinnlich und vergn?glich und r?tselhaft war, wird verpackt und verkauft ? damit einige damit Gewinn machen k?nnen, zum gro?en Verlust vieler anderer. Die Geschichte wurde in einer kleinen Stadt in Amerika gedreht, auf einer Stra?e, die sich von einem Ende des Kontinents zum anderen erstreckt. Die beiden Hauptdarsteller repr?sentieren ?uns?. Die Situation, in der sie sich befinden, repr?sentiert unseren Moment in der Geschichte. Die Schlussfolgerung repr?sentiert die H?lle."

 


 
DOA  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 05.11.2006, um 22:30 Uhr 10.11.2006, um 15:00 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land USA
Jahr 1981
Dauer 90 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Kamera "Lech Kowalski Rufus Standefer Ron Zimmermann Joe Sutherland Jared Fitzgerald Raif? Ferrucci P?ter Chapman"
Ton "Ron Yoshida Doug Jackson David King Marshall Grupp Athan"
Schnitt "Val Kuklowsky Lech Kowalski"
Musik "Sex Pistols X-Ray Spex Generation X Iggy Pop The Dead Boys Clash Augustus Pablo Terry and the Idiots Sham 69 The Rich Kids "
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"


Auszeichnungen

[First Prize in Paris Music Film Festival]



Inhalt

Obwohl es sich haupts?chlich um eine Dokumentation der Sex Pistols American Tour 1978 handelt (die einzige die sie mit Sid Vicious gemacht haben), deckt Lech Kowalskis Film D.O.A. aus den fr?hen 80ern auch die fr?he Punk-Szene als Ganzes ab. Es gibt viel Footage erster (und haupts?chlich britischer) Punk Bands, die sehr weit von der American Tour der Pistols gedreht wurden, sowie Interviews mit anderen Figuren, die mit der fr?hren Punk-Szene in Verbindung gebracht werden. Die Sex Pistols kann man auf der B?hne sehen, wie sie vieles ihres klassischen, fr?hen Repertoires in Clubs und Konzerthallen im ganzen S?den sowie bei ihrer letzten Show in San Francisco zu ihrem Besten geben. Weitere einflussreiche Bands in diesem Film sind The Clash, The Dead Boys, The Rich Kids (mit Ex-Sex Pistol Glen Matlock), X-Ray Spex, Generation X und Sham 69. Au?erdem gibt es umfassendes Interview-Footage mit Sid Vicious und seiner Freundin Nancy Spungen kurz vor ihrem gewaltsamen Tod, sowie Szenen aus dem kurzen Bestehen der gescheiterten britischen Pub Punk Band ?Terry and the Idiots?. Hinzu kommen Interviews mit Menschen aus dem Publikum der Sex Pistol Shows, die aufzeigen, wie sich die Reaktion auf die Band von Enthusiasmus zu geh?ssiger Missbilligung entwickelt.

 


 
East of Paradise  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 04.11.2006, um 20:00 Uhr 11.11.2006, um 17:30 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land Frankreich/USA
Jahr 2005
Dauer 110 Minuten
Format 35mm
Farbe Farbe
Sprache OF
Produktion "Agat Films & Extinkt Films In association with ARTE France ?La lucarne? and YLE teema"
Kamera Lech Kowalski, Mark Brady
Ton Emmanuel Soland
Schnitt Lech Kowalski
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"


Auszeichnungen

"[Best film in the orizzonti official section of the 62nd Venice film festival]

[Best documentary of the 62nd Venice film festival from Doc/it

(association of italian documentary filmmakers) ]

[Best documentary director in cinemex FICCO in Mexico]"



Inhalt

"Zu Beginn des Films erz?hlt die Mutter des Filmemachers Lech Kowalski von ihrer Deportation in ein sowjetisches Arbeitslager in Nordrussland zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Nach ihrer Entlassung musste sie sich ohne feste Bleibe durchschlagen. Sie erlebte Hunger, K?lte und Typhus, aber auch unerwartet Solidarit?t. Komisches und Tragisches lagen in ihrem Leben dicht beieinander. Beim ?berwinden der Strapazen half ihr vor allem ihr unb?ndiger ?berlebenswille. Der Filmemacher Lech Kowalski antwortet auf diesen ersch?tternden Bericht seiner Mutter mit einer Zeitreise in den New Yorker Underground der 70er und 80er Jahre. Seine sensiblen Beobachtungen von Armen, Outlaws und Unterdr?ckten sind getragen von einem tiefen Misstrauen gegen?ber jeder Form von Macht. Indem er einen zeitlichen wie r?umlichen Bogen von Russland w?hrend des Zweiten Weltkrieges bis zum heutigen Amerika schl?gt, will Kowalski wissen, was ihn zum Sohn, zum Mann und zum Filmregisseur gemacht hat.

 

Regisseur Lech Kowalski nutzt in ""East of Paradise"" erstmals Rohmaterial seiner fr?heren Filme ""Gringo"", ""Walter and Cutie"" und ""DOA - Dead on Arrival"", einem Kult-Dokumentarfilm ?ber eine Tournee der Sex Pistols. Nach ""The Boot Factory"" (2000) und ""On Hitlers Highway"" (2003) bildet ""East of Paradise"" den letzten Teil und H?hepunkt von Lech Kowalskis Trilogie ""Die Kunst des ?berlebens"". Lech Kowalski zur Entstehung seines Dokumentarfilmes: ""Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Maria Werla in Polen verhaftet und in ein sowjetisches Arbeitslager nach Nordrussland deportiert. Sie teilte dieses Schicksal mit Tausenden von Landsleuten. Ich erinnere mich daran, obwohl ich damals noch gar nicht geboren war. Was meine Mutter damals erlitt, hat mich tief gepr?gt. Ich machte Rebellion und Protest zu meiner pers?nlichen Lebensform in den USA. In allen meinen Filmen schuf ich mir eine Outsider-Identit?t und setzte mich mit Menschen auseinander, die wie ich am Rande der Gesellschaft leben. 'Warum willst du mich jetzt filmen?', fragte mich meine Mutter. Ich wusste nicht, was ich ihr antworten sollte, verstand es selbst noch nicht einmal richtig. Eigentlich wollte ich eine Wirklichkeit ausloten, von der aus ich eine sanfte Rache ?ben konnte. Ich wollte der Welt meine verr?ckten Filme entgegenschleudern und herausschreien, dass es meiner Mutter und mir gelungen ist zu ?berleben. 'East of Paradise' ist ein Diptychon, in dem zwei Menschen mehrere Geschichten erz?hlen, die sich letzten Endes als eine einzige erweisen.""

 


 
Full House in Malalai  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 12.11.2006, um 12:30 Uhr
Regie Lech Kowalski
Jahr 2003
Dauer 90 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Odile Allard, Blanche Guichou
Produktion Agat Films & Extinkt Films
Kamera Lech Kowalski
Schnitt Lech Kowalski
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"



Inhalt

Drei Monate nach dem Ende des Krieges in Afghanistan, als sich Karzais Regierung bildete, begleitete Lech Kowalski den damaligen Direktor der franz?sischen Cinemat?que Peter Scarlet und dessen Frau Katayoun Beglari, eine Journalistin, die die Filmvorf?hrungen in der kulturell benachteiligten Stadt organisierten wollte. Am Ende ihrer Reise war es dem Paar nicht nur gelungen, ein Wanderkino aufzubauen. Sie hatten auch den Geist und die Atmosph?re wiederentdeckt, die die Br?der Lumi?re bereits ein Jahrhundert zuvor erlebt hatten. Die Gesichter der Afghanen beim Betrachten der Filme, die zuvor durch die fundamentalistische Regierung verboten waren, lassen uns erahnen, wie das erste Kinopublikum Filme erlebt haben muss. Eine Reaktionsf?higkeit, die uns durch die Macht der Gewohnheit abhanden gekommen ist.

 


 
Gringo  .  Regie Eric Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 07.11.2006, um 22:30 Uhr
Regie Eric Kowalski
Land USA
Jahr 1984
Dauer 87 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Lech Kowalski, Anne Berish
Produktion Kasba Productions
Kamera Raffi Ferrucci
Ton Benoit Deswartes
Schnitt Val Kukiovski
Musik Chuck Kentis
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"



Inhalt

"Gringo ist ein Film aus der Lower East Side von New York, eine hautnahe Dokumentation aus der Drogenszene. Der Regisseur Lech Kowalski lebte vier Monate lang mit den Junkies der Gegend, begann mit den Dreharbeiten erst dann, als er das Vertrauen der Leute erreicht hatte. Die Junkies sind die Hauptdarsteller und John Spacely ist Gringo, in schwarzes Leder gekleidet, mit Augenklappe, Ohrringen und Silberhaar. Ein F?hrer durch die H?lle auf Erden.

Der Film besch?nigt nicht. Mit schockierender Drastik zeigt er das elende Leben der Junkies. Deb?tanten, die sich ihren ersten Schuss setzen, Leute, die ohne Stoff nicht mehr leben k?nnen, Sterbenskranke, Drogentote. Eine geschlossene Welt des Niedergangs, des t?glichen Kampfs ums ?berleben, brutalem Sex, Gewalt und Mord. Der New Yorker Kritiker Barry Farber schreibt: ?GRINGO ist ein harter Brocken. Um ehrlich zu sein: Jeder, der ein 12-j?hriges Kind mit in diesen Film nimmt, m?sste bestraft werden, weil er die eh schon schmutzige Phantasie des Kindes noch mehr anregt. Einige Szenen sind so schockierend, so ekelhaft, dass ich es mir verkneifen will, ihren Inhalt auch nur anzudeuten. Andererseits glaube ich, dass jedes 12-j?hrige Kind in Amerika den Film sehen sollte, ob es will oder nicht. Einfach deshalb, weil Gringo so hautnah ist, das jede Versuchung, Drogen auszuprobieren, im Keim erstickt wird. Wenn Krankheitserreger schwach sind, reicht eine leichte Medizin. Werden sie hartn?ckiger, dann muss auch ein st?rkeres Gegenmittel verabreicht werden. Als ich zw?lf war, reichten Erkl?rungen und Strafpredigten. Die Kids heute brauchen GRINGO. Ob ich den Film mochte? Das ist die falsche Frage. Fragt mich das, wenn ich aus einem Melodram, einem Spionagethriller oder irgendeiner Situationskom?die rauskomme. Ich hab GRINGO gehasst. Aber ich bin davon ?berzeugt, dass der Film Amerika retten kann. ?"

 


 
Hey is Dee Dee Home  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 06.11.2006, um 22:30 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land USA
Jahr 2003
Dauer 63 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Odile Allard, Ronni Raygun
Produktion Extinkt Films
Kamera Mark Brady
Schnitt Jay Bones
Verleih

"Extinkt Films

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Inhalt

Lech Kowalskis Dokumentarspielfilm von 2003 ?ber das Leben des Ramones-Bassisten und ausgebrannten Stars Dee Dee Ramone (1952-2002) ist eine faszinierende Charakterstudie einer Punk Rock-Legende, die niemals erwachsen wurde. 1992 traf sich Dee Dee Ramone mit dem Regisseur Lech Kowalski, um ?ber Johnny Thunders f?r den Film Born to Lose (the last rock and roll movie) zu sprechen. Das Treffen bekam bald ein Eigenleben, als Dee Dee sich in den Stand-up-comedian Lenny Bruce als Punk entwickelte und seine bittersten Erinnerungen an Drogendiebst?hle, Bandneugr?ndungen, kommende und gehende Freunde und Liebhaberinnen und Tattos erinnerte. Erleben Sie die Geschichte auf dem Schlachtfeld des Rock 'n' Roll durch die Erinnerungen diesen gew?hnlichen und doch ungew?hnlichen Typen aus Queens, dessen Songs Frustration, Humor und Vergn?gen zu energiegeladenen Melodien machte, die den Ramones einen weltweiten Einfluss verliehen.

 


Kommentar des Regisseurs

Als ich Dee Dee Ramone filmte, hatte ich keine Ahnung, was ich anderes erwarten sollte, au?er dass ich mit dem, was ich machte, spielerisch umgehen wollte. Aber ich nahm Dee Dee als Stichwort. Es kam mir dort mehr wie auf einem Modeshooting als auf einem Filmset vor. Ich bereitete Fragen und einen Ansatzpunkt f?r den Film vor. Und dann konzentrierte ich mich einfach so sehr ich konnte auf den Moment. Nachdem wir mit dem Dreh begonnen hatten, bemerkte ich, dass ich eine Performanc filmte. Einen Act. Und eine Reise, nicht wirklich in die Vergangenheit, aber in Dee Dees Kopf. Er war die Stra?e und die Stra?enkarte zugleich. Die Zeit vergisst nie, und dieses Footage besteht den Test sehr gut. Es ist nicht die Geschichte, die mich in diesem Film interessierte. Ich finde faszinierend, was die Geschichte mit einer Person macht. Aber zuallererst braucht es Mut, um Geschichte zu leben. Ich habe diese Szene mit Dee Dee 1992 gedreht. Das ist es, was meine Kamera gesehen hat. Ziel beim Bearbeiten des Films war es, einfach alles, was auf Zelluloid festgehalten wurde, so zu lassen, wie es ist.

 


 
On Hitler's Highway  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 04.11.2006, um 15:00 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land Frankreich
Jahr 2002
Dauer 81 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Blanche Guichou
Produktion "Odile Allard Extinkt Films"
Schnitt Lech Kowalski
Musik Sal Bernardy, XYZ
Verleih

"Extinkt Films

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kingoutlaw@noos.fr"


Auszeichnungen

"[Special Jury award IDFA, 2002, Amsterdam]

[First Prize ,Cinema New Vision, 2003, Alba]"



Inhalt

Lech Kowalski reist auf der ?ltesten Autobahn Polens entlang, die von Hitler als Invasionsstra?e zum Osten gebaut wurde. Als sich die Stra?e im wahrsten Sinne des Wortes in Geschichte aufbr?ckelt, entdeckt er, dass sie nun eine essentielle Verbindung zum Westen darstellt. Er trifft Menschen und Orte, die sie mit der Gegenwart verbinden. Eine Nutte aus Bulgarien unter einem Regenschirm hat Angst, ihr Zuh?lter k?nnte auftauchen und sehen, dass das Gesch?ft bei Regen nicht l?uft. Ein Einbeiniger im Rollstuhl verkauft Pilze an einem von LKW stark befahrenen Stra?enrand und erkl?rt, wie seine Ware am besten zubereitet wird. Mittellose Ukrainer verstecken sich auf einer ehemaligen Luftst?tzpunkt des Warschauer Paktes, um dort einem ehemaligen Polizisten, der dort noch immer das Grunst?ck patroulliert, Tee zu servieren. Junge Leute, die dem Blick der Realit?t in Untergrundbunkern der Nazis entschwinden. Ausgebombte Ruinen, die noch immer Teile der betonierten Stra?e sichern. Zigeuner auf einer Pilgerreise nach Ausschwitz bringen die Handlung in eine andere Richtung. Pl?tzlich sind wir in einer H?tte mit Kerzenlicht, in einem Zigeunerdorf, und h?ren einem Mann dabei zu, wie er seinen Vater im Holocaust verloren hat. Wir reisen mit ihm an der Autobahn entlang, um einen alten Freund zu besuchen, vielleicht zum letzten Mal in seinem Leben. Die Menschen auf Hitlers Autobahn machen es ganz klar, dass es sich um mehr als nur ein ?berbleibsel der Geschichte handelt, und das diese nicht an der polnischen Grenze Halt macht.

 


 
Rock Soup  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 10.11.2006, um 22:30 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land USA
Jahr 1991
Dauer 85 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Schwarzweiss
Sprache OF
Produzent Lech Kowalski
Kamera Doron Schiair
Schnitt Lech Kowalski
Musik Chico Freeman
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"


Auszeichnungen

"[San Francisco Golden Gate Award]

[Special Mention at Sundance]"



Inhalt

Anfang der achtziger Jahre in der New Yorker Lower East Side. In einem behelfsm?ssig ?berdachten Hof auf einem morastigen Grundst?ck zwischen verkohlten Geb?uden und einer langen Drahtgitterhecke befindet sich eine Kantine, die von Obdachlosen geleitet wird. Eine Frau mit einer Schirmm?tze und ein F?nfzigj?hriger mit Bart und Zylinderhut in den Farben der USA stehen um einen Riesenkessel herum, in dem eine Suppe k?chelt, n?mlich die aus der Fabel ber?hmte ?Steinsuppe", die aus stibitzten, erhandelten oder geschenkten Lebensmitteln zubereitet und dank Holzresten von der Strasse gekocht werden kann. Die Kunden, meistens Junge und Immigranten, manchmal auch Drogens?chtige, kommen hier ihre ?berlebensration und etwas moralische Unterst?tzung holen. Dieser Zufluchtsort ist jedoch dazu verurteilt, Wohnungen f?r mittellose Rentner Platz zu machen. Die erregten Verhandlungen mit den Beh?rden arten aus. Unter den genierten Blicken der Stadtratsmitglieder konfrontieren sich ?ltere Damen und obdachlose Jugendliche, sprechen das Publikum an. Auf Wisemans direkte Art filmt Lech Kowalski einf?hlsam, mit unverhohlener Sympathie und zwingendem Realismus Menschen am Rande der Gesellschaft, die sich zusammentun: der ber?hmte, anarchistische Mob, der sich der Regierungsordnung entgegenstellt. Die gepflegten, perfekt eingestellten Schwarzweiss-Sequenzen von Rock Soup heben sich von der ?blichen ?sthetik des Regisseurs ab, sind jedoch trotzdem von seinem einzigartigen, zwischen revolution?rer Romantik und ern?chtertem Pragmatismus hin und her gerissenen Blick gepr?gt.

 


 
The Boot Factory  .  Regie Lech Kowlski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 03.11.2006, um 20:00 Uhr
Regie Lech Kowlski
Land Frankreich/USA
Jahr 2000
Dauer 88 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Odile Allard. Marc Andreani
Produktion "Injam and KW Filmworks In association with ARTE France La lucarne"
Kamera Lech Kowalski, Lech Siska
Ton Paul Rimple
Schnitt Lech Kowalski
Musik Charge 69, Sierkiera
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"


Auszeichnungen

[Best creative TV documentary of the year from SCAM (French author association)]



Inhalt

In einem kleinen Lager au?erhalb von Krakau trinken ein paar Au?enseiter Alkohol, rauchen Dope, randalieren und toben. Trotzdem schaffen sie es, pro Woche achtzig Paar Stiefel herzustellen. Sie spielen in einer Rock 'n' Roll Band, und ihre vom Stiefeln?hen abgenutzten H?nde sind bereits ein kulturelles Ph?nomen. Doch als die Auftr?ge mehr werden und die Preise f?r Leder und Sohlen steigen, will Lukasz, der Bandleader, die Band modernisieren. Wojtek, eins der Gr?ndungsmitglieder, bef?rchtet, dass dies die k?nstlerische Qualit?t ihrer Musik zerst?ren k?nnte. Gemba, der J?ngste, ist unentschlossen. Die anderen stellen sich auf verschiedene Seiten. Und so drehen bald alle durch, w?hrend sie versuchen, Spa? zu haben und gleichzeitig mit dem Druck auf die Stiefelfabrik fertigzuwerden.

 


 
Walter and Cutie  .  Regie Lech Kowalski
Seite drucken Seite empfehlenDetails anzeigen 09.11.2006, um 20:00 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land USA
Jahr 1978
Dauer 25 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produktion Arapho Films
Kamera Ted Churchill
Ton Ron Yosido
Schnitt Lech Kowalski
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"



Inhalt

Im Cinema direct-Stil tut Lech Kowalski einen intimen Blick hinter verschlossene T?ren. Die erste Aufnahme zeigt die Gesichter von Cutie und Walter, ihr erster Kuss. Walter, ein ?lterer, wohlbeleibter Herr empf?ngt die Neunzehnj?hrige zu einer bezahlten Liebesnacht. Er ist eine New Yorker Pers?nlichkeit, Kunsth?ndler, Maler und M?zen, der Robert Franks Pull My Daisy finanziert hat. Das Spiel der Verf?hrung der beiden ist bezaubernd, Cuties Reinigungsritual grazi?s. Der Tanz geht erst in ein Striptease, dann in eine pubert?re Umarmung auf dem Teppich ?ber. Als die junge Nymphe aus dem Bad steigt, kniet Walter verehrend vor ihr. Die Gesten der Liebenden sind von einer beneidenswerten Unbe-schwertheit, ihre Plaudereien lebhaft. Sie spricht ?ber Pornofilme, in denen sie mitgespielt hat, und ?ber sexuelle Beziehungen, die sie ab und zu in aller Freundschaft mit Frauen pflegt. Pl?tzlich schaltet sich Lech Kowalski in das Gespr?ch ein, stellt Fragen ?ber die Gr?nde f?r den Erfolg von pornografischen Filmen. Dabei wird sein Gesicht nie sichtbar, nur gerade seine Hand, die Cutie eine Zigarette anbietet und gentlemanlike anz?ndet. Der Filmemacher selbst ist es, der die Begegnung der beiden arrangiert und der jungen Frau 150 Dollar bezahlt hat. Walter and Cutie endet in einem paradiesischen Bild mit dem auf dem Bett liegenden Paar und Fr?chten, die nicht mehr verboten sind. Einem verlassenen Kind gleich legt Walter seinen Kopf auf Cuties Brust. Beide genie?en ihre vom gl?cklichen Zufall bescherte Begegnung ohne jedes Schuldgef?hl.