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Rock Soup  .  Regie Lech Kowalski
10.11.2006, um 22:30 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land USA
Jahr 1991
Dauer 85 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Schwarzweiss
Sprache OF
Produzent Lech Kowalski
Kamera Doron Schiair
Schnitt Lech Kowalski
Musik Chico Freeman
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"


Auszeichnungen

"[San Francisco Golden Gate Award]

[Special Mention at Sundance]"



Inhalt

Anfang der achtziger Jahre in der New Yorker Lower East Side. In einem behelfsm?ssig ?berdachten Hof auf einem morastigen Grundst?ck zwischen verkohlten Geb?uden und einer langen Drahtgitterhecke befindet sich eine Kantine, die von Obdachlosen geleitet wird. Eine Frau mit einer Schirmm?tze und ein F?nfzigj?hriger mit Bart und Zylinderhut in den Farben der USA stehen um einen Riesenkessel herum, in dem eine Suppe k?chelt, n?mlich die aus der Fabel ber?hmte ?Steinsuppe", die aus stibitzten, erhandelten oder geschenkten Lebensmitteln zubereitet und dank Holzresten von der Strasse gekocht werden kann. Die Kunden, meistens Junge und Immigranten, manchmal auch Drogens?chtige, kommen hier ihre ?berlebensration und etwas moralische Unterst?tzung holen. Dieser Zufluchtsort ist jedoch dazu verurteilt, Wohnungen f?r mittellose Rentner Platz zu machen. Die erregten Verhandlungen mit den Beh?rden arten aus. Unter den genierten Blicken der Stadtratsmitglieder konfrontieren sich ?ltere Damen und obdachlose Jugendliche, sprechen das Publikum an. Auf Wisemans direkte Art filmt Lech Kowalski einf?hlsam, mit unverhohlener Sympathie und zwingendem Realismus Menschen am Rande der Gesellschaft, die sich zusammentun: der ber?hmte, anarchistische Mob, der sich der Regierungsordnung entgegenstellt. Die gepflegten, perfekt eingestellten Schwarzweiss-Sequenzen von Rock Soup heben sich von der ?blichen ?sthetik des Regisseurs ab, sind jedoch trotzdem von seinem einzigartigen, zwischen revolution?rer Romantik und ern?chtertem Pragmatismus hin und her gerissenen Blick gepr?gt.