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Camera Gun  .  Regie Lech Kowalski
09.11.2006, um 20:00 Uhr
Regie Lech Kowalski
Land Frankreich
Jahr 2003
Dauer 29 Minuten
Format Beta SP PAL
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Odile Allard
Produktion Extinkt Films
Kamera Mark Brady
Ton "Paul Scemama, Studio Belleville"
Schnitt Lech Kowalski
Verleih

"Extinkt Films

www.extinkt.com

kingoutlaw@noos.fr"



Inhalt

Camera Gun, ein dunkles Portr?t ?ber Aukai Collins, einem Wei?en aus San Diego, dessen Konvertierung zum Islam im Gef?ngnis zu einer Ausbildung f?r den Heiligen Krieg mit den Taliban und einem Kampf in Tschetschenien f?hrte, und eine unwillkommene R?ckkehr in die Ghetto-Realit?t zu Hause. Ein schockierender und aktueller Blick in die Matrix der Gewalt, Rebellion und Entfremdung in Amerika.

 


Kommentar des Regisseurs

"Ich versuche, so nah wie m?glich das Gef?hl meiner ersten Begegnung mit den Personen oder Gegenst?nden zu filmen.

 

Was ist CAMERA GUN? Es ist ein Beispiel daf?r, wie ich die ?McDonald's Generation? anvisiere und beschie?e. Es ist ein Anvisieren und Beschie?en zu einem Moment dieser Zeit. Es zeigt, wie ich abdr?cke und 1) ein paar Leute, 2) ein paar Erfahrungen, 3) einen wirtschaftlichen Zusammenhang, 4) eine soziale Schicht, 5) Verzweigungen eines politischen Geschehens und 6) etwas ?sthetisches zur Strecke bringe. Es zeigt, wie ich diese Elemente arrangiere, mich selbst in diese Arrangement stelle und wie ich eine Geschichte schaffe, wo es zuvor keine gab.

 

Es ist nicht wichtig, wonach ich suche. Das, was ich entdecke, ist von Bedeutung. Dies ist meine Offenbahrung. Doch hierin liegt auch der Kern des Problems, mit dem zeitgen?ssische Filmemacher konfrontiert werden. Sie suchen nach einer Erkl?rung, die es schon gibt, bevor sie die Kamera in die Hand nehmen. Und das f?hrt zu Missverst?ndnissen. Wie kann man eine Offenbahrung erkl?ren, bevor es sie gibt? Man kann alles andere erkl?ren ? den Prozess, die eigenen Ideen und Intentionen ? aber was man entdeckt, ist auch nur das, was man erwartet hat. Wie langweilig. Inkonsequent. Eine Zeitverschwendung. Nicht herausfordernd. Unkreativ. Unwissenschaftlich. Un-newtonsch. Un-darwinistisch. Keine Offenbahrung. Ich habe CAMERA GUN (und FULL HOUSE IN MALALAI) gedreht, weil ich die Kamera in die Hand nehmen und drehen wollte. Erst dann wollte ich nach einer Finanzierungsm?glichkeit suchen. Denn es l?uft ja immer wieder auf das liebe Geld hinaus. Aber das sollte nie im Weg stehen, wenn..."