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Regie Harald Bergmann
Drehbuch Harald Bergmann
Land Deutschland
Jahr 2006
Dauer 105 Minuten
Format 35mm
Farbe Farbe
Sprache OF
Produzent Margot Schmidt-Reichart, Gritta Ewald
Produktion Harald Bergmann Filmproduktion in Koproduktion mit dem WDR
Darsteller
Eckhard Rohde
Alexandra Finder
Martin Kurz
Rainer Sellien
Isabel Schosnig
u.a.
Kamera Elfi Mikesch, Harald Bergmann
Ton Volker Zeigermann
Schnitt Harald Bergmann
Verleih
Neue Visionen Filmverleih
Schliemannstr. 5
10437 Berlin
Fon: +49 30 44008844
info@neuevisionen.de

?Brinkmanns Zorn? portraitiert einen Dichter, der alles auf einmal begehrt ? Liebe, Tod, Pop, Hass, Kunst. Bedingungslos gleichzeitig und mit gnadenloser sprachlicher Wucht hat die Literaturikone Rolf Dieter Brinkmann auf jedes Alltagsdetail eingedroschen. Der Film begleitet ihn auf seinen medialen Streif- und sprachlichen Raubz?gen durch die hassgeliebte K?lner Innenstadt. Auf der Grundlage der Original-Tonband- und Super8-Aufnahmen Brinkmanns hat Harald Bergmann seinen Spielfilm mit faszinierender Perfektion inszeniert. W?hrend sich Brinkmanns grenzenlos-w?tende und aufsch?umend-leidenschaftliche Stimme ?ber den Zuschauer herein Bahn bricht, folgt man den synchron agierenden Schauspielern durch die in sch?ner bundesrepublikanischer Wohlstandsgem?tlichkeit eingerichtete Gro?stadt. Bei Brinkmanns Stadtbeschimpfung m?ssen sich nicht nur Himmel und V?gel, sondern auch Geb?ude und Stra?en den Beschwerden des Dichters stellen. In furiosen Wortkaskaden und lustvoller Verweigerung berauscht sich der w?tende Flaneur Brinkmann am Alltagshass. Dabei erz?hlt der Film aber auch die Geschichte einer fatalen Liebe ? einer Liebe zur Sprache, die nicht mehr vertrauensw?rdig ist und der Liebe zu seinem Sohn, dessen Sprachbehinderung ihn scheinbar unrettbar fern von seinem Vater entr?ckt hat.
Harald Bergmanns Film ?Brinkmanns Zorn? portr?tiert einen Dichter auf eben jene k?hne Weise, wie Brinkmann selbst verschiedenste Medien und filmische Stilmittel f?r die Darstellung seiner modernen Wirklichkeit benutzte. Dokumentarfilm und Dichterbiographie verschmelzen und werden zu einer an Authentizit?t und Faszination kaum zu ?berbietenden Literaturverfilmung.
Biographie
Harald Bergmann wurde 1963 in Celle geboren. Von 1982 bis 1983 studierte er Literatur und Philosophie in M?nchen. Von 1986 an studierte er Film an der Hochschule f?r Bildende K?nste in Hamburg und erhielt 1991 ein Stipendium von der California Institue of Arts in Los Angeles. Der heute in Berlin lebende Regisseur, geh?rte zur Masterclass von James Benning. Zu seinem filmischen Werk z?hlen unter anderem: ?Das untergehende Vaterland? (1990-1992), ?H?lderlin-Comics? (1993/1994), ?Scardinelli? (2000), und ?Passion H?lderlin? (2003).
Filmographie
Das untergehende Vaterland (1992), H?lderlin Comics (1994), Poets (1996), Scardanelli (2000), Passion H?lderlin (2003)
